Rolling Home

Die letzten 130 Meilen reißen wir auf einer Arschbacke ab

Kopenhagen bis Zingst / 17.09.-19.09.2017: Nun sind wir nach sage und schreibe zehn Tagen doch tatsächlich aus Kopenhagen los gekommen. Nachdem wir uns von Michi und Max von der Albin Vega „NOVIA“ verabschiedet hatten, ging es um neun Uhr durch die Brücke raus aus dem Kanal. Marco schlug dann den altbekannten Weg hinaus aus dem großen Seekanal ein. Es bog zwar kurz vorher ein Fahrwasser rechts ab, aber dies war ihm völlig unbekannt und wurde entsprechend ignoriert. Als LUCCA dann aber ein großes Schild mit einem durchgestrichenen Segelboot und einem ebensolchen Motorboot passierte, war klar: Hier hat sich was geändert. Wir haben das mal eben ignoriert, wissen nun aber beim nächsten Mal Bescheid. 

Die knapp 50 sm nach Klintholm waren unspektakulär. Der Wind wehte mit 1-2 Bft. gegenan und deshalb wurden noch einige Liter Diesel durch den Motor gejagt. Da auch noch ein ordentlicher Strom gegenan stand, verlängerte sich die geloggte Strecke glatt auf 60 sm. Dafür durften wir beim Italiener in Klintholm einen kulturellen Höhepunkt der Reise erleben: Immer, wenn der Pizza-Koch keine Bestellung abzuarbeiten hatte, sprang er an das Keyboard und unterhielt die Gäste mit Klassikern und Wunschmusik. Man musste echt überlegen, ob man ihn unterbrechen will oder lieber auf das Abendessen verzichtet. 

Am Montag haben wir dann nach ziemlich genau drei Monaten mit Barhöft wieder einen deutschen Hafen erreicht. Leider war auch auf dieser 40 sm langen Etappe der Wind etwas schwach. Obwohl wir sogar den Genacker nochmal rausgekramt haben, musste die meiste Zeit wieder der Motor unser Fortkommen sichern. 


Von Barhöft bis Zingst wehte zwar genug Wind, dieser kam nun aber genau von vorn. Dies hat uns veranlasst, die Segel gar nicht erst auszupacken. Wir wollen ja nicht den allabendlichen Plausch in Günter’s Schuppen verpassen. 
Morgen, also am Mittwoch, werden wir dann am Vormittag die letzte Brücke der Reise passieren, die Meiningenbrücke. Wir planen, gegen 16 Uhr in Ribnitz zu sein und sind uns ziemlich sicher, auch diese Nacht noch an Bord zu verbringen. 

Mit einem letzten Handbreit vor der Heimkehr verabschieden sich Marco und Paula

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